26.04.2019
Bildhauerei in BerlinWer schuf das Denkmal für Karl Klinke? Wo steht Galatée? Wie entstand der Märchenbrunnen? Aus was ist die Spiegelwand in Steglitz? bildhauerei-in-berlin.de beantwortet Fragen zu über 2000 Bildwerken im öffentlichen Raum Berlins, hilft sie zu finden und zeigt wie sie aussehen. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts der HTW Berlin mit dem Verein für die Geschichte Berlins, gefördert durch das Senatsprogramm zur Digitalisierung des kulturellen Erbes ist eine umfangreiche Datenbank entstanden. Wir laden zum Erkunden ein!

Bildhauerei in Berlin, kurz BiB, ist die Informationsplattform zu plastischen und skulpturalen Werken der bildenden Kunst auf dem Gebiet des Landes Berlin.

Stadtbildprägend für Berlin ist die hohe Dichte an plastischen und skulpturalen Denkmälern, Mahnmalen, Brunnen und Werken der bildenden Kunst im öffentlichen Raum. Berlins Funktion als Residenzstadt, als Reichshauptstadt, als Hauptstadt der DDR und zeitgleich als Schaufenster der westlichen Welt in der Vergangenheit und ebenso Berlin als deutsche Hauptstadt in der Gegenwart hat eine Vielzahl unterschiedlichster bildhauerischer Kunstwerke entstehen lassen.

Nicht immer sind Informationen zur Entstehung, zur Datierung, zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, zu den Materialien und zu den dargestellten Motiven leicht zugänglich. Nicht jedes Kunstwerk steht noch am Ort der ersten Aufstellung, nicht jedes Kunstwerk hat den Lauf der Zeit unverändert überstanden und auch die Eigentumsverhältnisse sind manchmal nicht dieselben wie am Tage der Enthüllung.

Nicht zu allen Objekt-Fragen kann BiB erschöpfend Antwort geben. Und doch: Um die Denkmäler und Kunstobjekte in Berlin besser verstehen zu können, liefert BiB eine fundierte Datengrundlage und enthält anregende Hinweise zu selbständigem Weiterforschen.

01.04.2019
Ausschreibung des ’Wissenschaftspreis 2019 des Vereins für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865’

Der Verein für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865, kurz: VfdGB, vergibt im Jahr 2019 zum zweiten Mal einen Wissenschaftspreis. Er ist mit maximal 4.000 Euro dotiert. Mit dem Wissenschaftspreis werden von Einzelnen oder in Gemeinschaft verfasste oder geplante Forschungsarbeiten oder Projekte jüngerer Wissenschaftler zur Berliner Geschichte ausgezeichnet - insbesondere aus den Bereichen Sozial- und Gesellschaftsgeschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technikgeschichte. Besonders willkommen sind solche Projekte, in denen die europäischen und globalen Aspekte der Geschichte Berlins berücksichtigt und vermittelt werden.

18.03.2019
Gerne veröffentlichen wir die Ausschreibung der Historischen Kommission zu Berlin zum Nachwuchspreis 2019:

Die Historische Kommission zu Berlin e.V. schreibt 2019 erneut einen Preis zur Förderung von Nachwuchsforschungen auf dem Gebiet der Landesgeschichte von Berlin, Brandenburg und Preußen aus.
Förderfähig sind laufende wissenschaftliche Projekte noch nicht promovierter Nachwuchsforscher*innen (Dissertationsvorhaben, Archivaufenthalte, Tagungen & Workshops, Ausstellungen, Editionen).
Der Förderpreis ist mit 2.000 Euro dotiert und kann sowohl einer Einzelpersönlichkeit als auch einem Forscherteam zuerkannt werden. Die Nominierung kann auf Vorschlag erfolgen, Selbstbewerbungen sind ebenfalls möglich. Antragsberechtigt sind Forscher*innen aus Universitäten, Fachhochschulen, Archiven, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus Institutionen mit historischem Schwerpunkt auf Berlin, Brandenburg und Preußen.

Erste Wissenschaftspreistraeger17.01.2019
Der Vorstand des Vereins für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865 (VfdGB), hat entschieden und freut sich, nunmehr die beiden Preisträger des mit insgesamt 4000 Euro ausgelobten ersten Wissenschaftspreises zu präsentieren.
Es sind

  • Alwin Cubasch für sein Thema „Zu Gast im Automaten. Gastrotechnik im Berlin der der Jahrhundertwende“ und
  • Barbara Laber für ihr Thema „Möge die Übung gelingen - Die Geschichte chinesischer Akrobaten in Berlin.“

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181025 mopoBerliner Morgenpost vom 25.10.2018 von Manuela Blisse

Julius Beer war ein vielseitiger Mann. Der Spross einer jüdischen Familie wuchs im Prenzlauer Berg auf, besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster und studierte Medizin. Anfangs arbeitete er als praktischer Arzt, wurde dann Vereinvorsitzender eines Altenheims. Damit aber nicht genug. In seinem nur 52 Jahre dauerndem Leben (1822 - 1874) betäigte er sich auch als Autor, veröffentliche in Zeitungen und Zeitschriften viele Artikel. Sein Steckenpferd war Berlin, nicht nur die Geschichte, sondern auch das aktuelle Geschehen von der baulichen Entwicklung in der Stadt bis zum Streit über die Legalität von Bordellen.

Letztere, so sprach sich Beer 1856 in deinem Vortrag vo der Geschellschft für Heilkunde aus, seien für ihn probate Einrichtungen, einerseits als Gelderwerb für die Vielzahl der Damen im horizontalen Gewerbe, anderseits für die unverheirateten Männer. Anfang 1865 gründete er zusammen mit dem Polizeisekretär Ferdinand Meyer (1826 - 1902) den Verein für die Geschichte Berlins. Die Vereinsgründung fand an Berlins berühmtem Boulevard Unter den Linden, Ecke Charlottenstraße, statt, im damaligen "Café Royal". Wie Beer hatte auch Meyer das Gymnasium zum Grauen Kloster besucht. Nach seiner Arbeit bei der Polizei arbeitete er für das städtische Bauwesen, im Tiefbauamt. Zudem wurde er Herausgeber von Zeitschriften und einer Buchreihe über bekannte Berliner und deren Wohnstätten.