18.03.2019
Gerne veröffentlichen wir die Ausschreibung der Historischen Kommission zu Berlin zum Nachwuchspreis 2019:

Die Historische Kommission zu Berlin e.V. schreibt 2019 erneut einen Preis zur Förderung von Nachwuchsforschungen auf dem Gebiet der Landesgeschichte von Berlin, Brandenburg und Preußen aus.
Förderfähig sind laufende wissenschaftliche Projekte noch nicht promovierter Nachwuchsforscher*innen (Dissertationsvorhaben, Archivaufenthalte, Tagungen & Workshops, Ausstellungen, Editionen).
Der Förderpreis ist mit 2.000 Euro dotiert und kann sowohl einer Einzelpersönlichkeit als auch einem Forscherteam zuerkannt werden. Die Nominierung kann auf Vorschlag erfolgen, Selbstbewerbungen sind ebenfalls möglich. Antragsberechtigt sind Forscher*innen aus Universitäten, Fachhochschulen, Archiven, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus Institutionen mit historischem Schwerpunkt auf Berlin, Brandenburg und Preußen.

Eine siebenköpfige Jury, die sich aus Mitgliedern der Historischen Kommission und Vertreter*innen des Netzwerks HiKo_21 zusammensetzt, begutachtet die Anträge. Die Zuerkennung des Preises obliegt dem Vorstand der Historischen Kommission.

Der Preis wird anlässlich des 7. Nachwuchsworkshops von HiKo_21 am 7. Oktober 2019 verliehen.

Kriterien für die Auswahl der Preisträgerin/des Preisträgers sind:

  • Qualität und Innovationsgrad der geschichtswissenschaftlichen Forschung mit Schwerpunkt auf Berlin, Brandenburg und Preußen
  • Relevanz der historischen Fragestellung
  • Bedeutung der benutzten Quellenbestände und Plausibilität der Quellenauswahl
  • Beitrag zur historischen Forschung über die Region
  • Vorbildcharakter für andere Forscher*innen.

Die Bewerbungsunterlagen sind in deutscher Sprache elektronisch als zusammenhängende PDF-Datei bis zum 15. Mai 2019 mit folgenden Unterlagen einzureichen:

  • Überzeugende Präsentation des Vorhabens unter Angabe der geplanten wissenschaftlichen Mittelverwendung
  • Wissenschaftlicher Lebenslauf der Bewerberin/des Bewerbers/des Bewerberteams (bisherige Forschungen, berufliche Tätigkeit, geplante wissenschaftliche Vorhaben)
  • Angaben zu bisherigen Förderungen des Vorhabens sowie zu anderweitigen, laufenden Finanzierungsanträgen
  • Motivationsschreiben für die Bewerbung um den Preis.

Bitte richten Sie die elektronische Bewerbung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Erste Wissenschaftspreistraeger17.01.2019
Der Vorstand des Vereins für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865 (VfdGB), hat entschieden und freut sich, nunmehr die beiden Preisträger des mit insgesamt 4000 Euro ausgelobten ersten Wissenschaftspreises zu präsentieren.
Es sind

  • Alwin Cubasch für sein Thema „Zu Gast im Automaten. Gastrotechnik im Berlin der
    der Jahrhundertwende“ und
  • Barbara Laber für ihr Thema „Möge die Übung gelingen - Die Geschichte
    chinesischer Akrobaten in Berlin.“

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181025 mopoBerliner Morgenpost vom 25.10.2018 von Manuela Blisse

Julius Beer war ein vielseitiger Mann. Der Spross einer jüdischen Familie wuchs im Prenzlauer Berg auf, besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster und studierte Medizin. Anfangs arbeitete er als praktischer Arzt, wurde dann Vereinvorsitzender eines Altenheims. Damit aber nicht genug. In seinem nur 52 Jahre dauerndem Leben (1822 - 1874) betäigte er sich auch als Autor, veröffentliche in Zeitungen und Zeitschriften viele Artikel. Sein Steckenpferd war Berlin, nicht nur die Geschichte, sondern auch das aktuelle Geschehen von der baulichen Entwicklung in der Stadt bis zum Streit über die Legalität von Bordellen.

Letztere, so sprach sich Beer 1856 in deinem Vortrag vo der Geschellschft für Heilkunde aus, seien für ihn probate Einrichtungen, einerseits als Gelderwerb für die Vielzahl der Damen im horizontalen Gewerbe, anderseits für die unverheirateten Männer. Anfang 1865 gründete er zusammen mit dem Polizeisekretär Ferdinand Meyer (1826 - 1902) den Verein für die Geschichte Berlins. Die Vereinsgründung fand an Berlins berühmtem Boulevard Unter den Linden, Ecke Charlottenstraße, statt, im damaligen "Café Royal". Wie Beer hatte auch Meyer das Gymnasium zum Grauen Kloster besucht. Nach seiner Arbeit bei der Polizei arbeitete er für das städtische Bauwesen, im Tiefbauamt. Zudem wurde er Herausgeber von Zeitschriften und einer Buchreihe über bekannte Berliner und deren Wohnstätten.

30.07.2018
Eine Podiumsdiskussion veranstaltet am 23. Mai 2018 im Nicolaihaus

180523 kulturerbe 1

Kultur ist ein sich ständig verändernder Prozess und der Austausch über die inner- und außereuropäischen Grenzen hinaus ist Motor dieser Entwicklung. Gleichzeitig ist das eine elementare Verpflichtung, nachfolgenden Generationen ein Bild der Geschichte zu überliefern und die Zeugnisse des kulturellen Erbes zu erhalten. Für den Umgang mit kulturellem Erbe sind unterschiedliche Institutionen zuständig: Denkmalschutz, Geschichtsvereine, Museen, Archive, Regierungen, Hochschulen sowie private Initiativen. Durch überdenken von Werten sind sie Teil der heutigen Kultur.

01.06.2018
Ausschreibung des ’Wissenschaftspreis des Vereins für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865’
Der Verein für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865, kurz: VfdGB, vergibt im Jahr 2018 erstmals einen Wissenschaftspreis. Er ist mit maximal 4.000 Euro dotiert. Mit dem Wissenschaftspreis werden von Einzelnen oder in Gemeinschaft verfasste oder geplante Forschungsarbeiten oder Projekte jüngerer Wissenschaftler zur Berliner Geschichte ausgezeichnet - insbesondere aus den Bereichen Sozial- und Gesellschaftsgeschichte, Kunst- und Kulturgeschichte, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technikgeschichte. Besonders willkommen sind solche Projekte, in denen die europäischen und globalen Aspekte der Geschichte Berlins berücksichtigt und vermittelt werden.

Gefördert werden können Publikationen, aber auch Ausstellungen, Oral-History-Projekte, die Programmierung von ’Apps’ oder andere innovative Produkte mit historischem Inhalt. Es bestehen keine Vorgaben hinsichtlich des Formats der geplanten Vorhaben. Das Förderprogramm des VfdGB hat auch zum Ziel, außergewöhnliches Engagement für die historische Forschung und forschungsnahe studentische Initiativen oder deren Verbreitung zu unterstützen.

Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie (auch in engl.) unter diesem Link