10.03.2017
Berliner Zeitung vom 06.03.2017 - von Maritta Tkalec

Bevor Adolf Hitler im Mai 1934 die „Führerwohnung“ in der Wilhelmstraße 77 bezog, hatte in dem Palais eine illustre Reihe von Adligen, Geschäftsleuten und Politikern residiert. Drei Generationen der polnischen Fürstenfamilie Radziwill hatten das Palais als quirligen Ort Berliner Lebens geführt, bis sie 1874 an das Deutsche Reich verkauften. Als erster Staats-Bewohner kam Kanzler Bismarck und gab dem Gebäude, das ihm fortan als repräsentativer Amts- und Wohnsitz diente, den Namen Reichskanzlei. Hitler war der letzte Nutzer, erst Ende Februar 1945 zog er mit Eva Braun in den Tiefbunker um. Nach dem Krieg wurden die Reste der Reichskanzlei abgetragen.

Hinweis (20.07.2017): die Dokumentation steht aus lizenzrechtlichen Gründen leider nicht mehr zum Abruf bereit.

06.02.2017
Die Reichskanzlei in der Wilhelmstraße 1871-1945 und »Adolf Hitlers Führerwohnung«: Geschichte eines vergessenen Ortes. Erschienen im Jahrbuch Der Bär von Berlin - 65. Folgeband 2016

Erstmals präsentiert der Verein für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865 (VfdGB), neben dem durchweg wissens- und lesenswerten, akribisch recherchierten Jahrbuch-Beitrag von Dr. Thomas Sandkühler, Professor für Geschichtsdidaktik an der Humboldt-Universität zu Berlin, auch eine umfangreiche Bilddokumentation. Gezeigt werden unterschiedliche Grundrisse, zeitgeschichtliche Fotos vom Inneren und Äußeren des Gebäudeensembles sowie mit den seinerzeit handelnden Personen aus Politik-, Finanz- und Wirtschaftskreisen. Teilweise finden sich darunter bislang nur wenig bekannte bzw. noch nie veröffentlichte Aufnahmen.

29.11.2016
Seine Erfindungen haben die Menschheit beeinflusst
Er hat mit seinen Erfindungen die moderne Welt geprägt - und ganz besonders Berlin: Werner von Siemens legte den Grundstein für einen der weltgrößten Industriekonzerne und beschäftige Zehntausende in seinen Fabriken.

26.11.2016
Buchvorstellung, 13. November 2016, Akademie der Künste, Berlin - Vier Jahre intensiver Arbeit, akribischer Recherchen und fortdauernden couragierte Engagements bedurfte es, bis Dr. Eva-Maria Barkhofen, Leiterin des Baukunstarchivs der Akademie der Künste (AdK) und stellvertretende VfdGB-Vorsitzende, am 13. November 2016 das bereits mit seiner beachtlichen Schwere eindrucksvolle Buch ’Baukunst im Archiv’ endlich der Öffentlichkeit vorzustellen vermochte. Was das gewichtige Äußere versprach, hielt der Inhalt des 560seitigen Mammutwerkes garantiert: 71 Archive und 80 Sammlungen, die der AdK  übereignet wurden und »von Architekten, Ingenieuren, Landschaftsarchitekten, Architekturfotografen und -kritikern stammen«, finden sich hierin erstmals zusammengefasst und mit ihrer Art und dem Bestandsumfang detailliert beschrieben wieder; inklusive der Kurzbiografien namhafter Akteure in der Architekturbranche. Die über 900(!) Abbildungen, die die bemerkenswerte Informationsfülle erweitern, basieren auf einem Fundus »von rund einer halben Million Zeichnungen, Plänen, Fotografien, Modellen und schriftlichen Dokumenten«.

15.09.2016

Von Martin Mende. Im Alter von 74 Jahren starb nach langer schwerer Krankheit am 8. September 2016 unser langjähriges Mitglied (Eintritt 1982) Manfred Motel. Der frühere Oberamtsrat im Bundeslandwirtschaftsministerium war ein hervorragender Kenner der Geschichte der Böhmischen Gemeinden in Neukölln.