Rückblick
Besuch des Jüdischen Friedhofs an der Schönhauser Allee aus Anlass der 235. Wiederkehr des Geburtstags von Giacomo Meyerbeer
Jüdischer Friedhof, 10435 Berlin, Schönhauser Allee 25
Thomas Kliche, Vorsitzender der Giacomo-Meyerbeer-Gesellschaft e. V., hielt für uns am 17. September 2025 einen mit großem Applaus bedachten Vortrag mit Musik zum Thema: „Giacomo Meyerbeer und seine Vaterstadt Berlin.“ Bei unserem Rundgang informiert Thomas Kliche natürlich auch über die Geschichte dieses Gottesackers und führt uns zu weiteren bedeutenden Grabstätten, wie zum Beispiel von David Friedländer, Joseph Mendelssohn und Max Liebermann. Der Mitbegründer unseres Vereins, Dr. Julius Beer, ist dort gleichfalls beigesetzt. Die Führung wird eine gute Stunde in Anspruch nehmen, der Friedhof schließt um 16 Uhr seine Pforten.
Nach dem Besuch besteht noch die Möglichkeit, sich im Restaurant Masel Topf (gegenüber der Synagoge in der Rykestraße) auszutauschen.
Anmeldung nicht erforderlich. Herren denken bitte an eine Kopfbedeckung. U 2 (Senefelderplatz) mit 350 Meter Fußweg.
Kaltgestellt
Kinosaal im Kreativhaus, 10179 , Fischerinsel 3
Der Politthriller „Kaltgestellt“ von Bernhard Sinkel aus dem Jahr 1980 führt uns in die düstere Zeit der Nachwirkungen des RAF-Terrorismus in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Die innenpolitische Lage ist angespannt, und der Verfassungsschutz sucht nach Verfassungsfeinden im Öffentlichen Dienst. Ein Berufsschüler hat seine Mitschüler bespitzelt und begeht Selbstmord. Sein Lehrer will die Hintergründe ermitteln und gerät selbst ins Visier des Geheimdienstes. Es entwickelt sich für ihn und seine Familie ein spannender Kampf ums Überleben. Diesen Film moderiert Lothar Semmel, der das im Film gezeigte Zeitgeschehen 1980 als junger Lehrer in Berlin selbst miterlebt hat. Wieder präsentieren wir den Film in Kooperation mit dem Kreativhaus Fischerinsel.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, und wir bitten um eine rechtzeitige Anmeldung unter Semmel@DieGeschichteBerlins.de. U2 (Märkisches Museum) mit 3 Minuten Fußweg.
Der Münzfries von Johann Gottfried Schadow - Führung im Sockelgeschoss des Nationaldenkmals auf dem Kreuzberg
Nationaldenkmal, oben am Berg, am Fuß der Treppe, 10965 Berlin, Am Weinhang 1
Nach wechselvollem Schicksal lagert das Original des Münzfrieses heute in einem Depot unter Schinkels Denkmal an die Befreiungskriege. Wir treffen bei unserem Rundgang auf weitere vor Jahrzehnten eingelagerte, fast vergessenen Schätze der Berliner Bildhauerkunst. Maximal 30 Teilnehmer. Teilnahmegebühr 10 € p. P., die als Spende an unseren Verein weitergereicht werden. Anmeldung bitte bei Dr. Manfred Uhlitz, Uhlitz@DieGeschichteBerlin.de. Dauer ca. 2 Stunden. Treffpunkt: Oben auf dem Berg am Fuß der Treppe. Hinweis: Im Sockelgeschoss ist es auch im Sommer kühl. Die Kleidung ist daher entsprechend zu wählen. U 7 (Mehringdamm) und zwei Stationen mit dem Bus 140. Kreuzbergstraße, 10965 Berlin-Kreuzberg.
Rundgang zum 65. Jahrestag des Mauerbaus
Treffpunkt Checkpoint Charlie vor dem Eingang des Mauerpanoramas, 10117 Berlin, Friedrichstraße 205
Treffpunkt ist am Checkpoint Charlie vor dem Eingang des Mauerpanoramas von Yadegar Asisi. An jedem der sieben Standorte werden typische, aber auch seltene Aufnahmen aus dem Fotoarchiv des Vereins für die Geschichte Berlins im Großformat gezeigt und erläutert. Sie vermitteln einen Eindruck der Situation vor dem Mauerbau und während der Teilung der Stadt. Wir gehen vom Checkpoint Charlie durch die Zimmerstraße und Niederkirchnerstraße zum Abgeordnetenhaus und zum Martin-Gropius-Bau. Durch die Stresemannstraße geht es dann weiter zum Potsdamer Platz. Entlang der Ministergärten erreichen wir das Brandenburger Tor und schließlich den Reichstag, wo der ca. 90minütige Rundgang am Reichstagufer endet. Von dort ist der Bahnhof "Bundestag" der U5 schnell zu erreichen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt, so dass wir um Ihre Anmeldung unter Semmel@DieGeschichteBerlins.de bitten.
Oberschöneweide - einst Arbeiterwohnort und ehemaliges Zentrum der Elektroindustrie
Treff: An der Tramhaltestelle , 12459 Berlin-Oberschöneweide, Edisonstraße / Wilhelminenhofstraße
Ausgehend vom Gut Quappenkrug (Wilhelminenhof) entwickelte sich eine Landgemeinde. In den 1890er-Jahren entstand ein industrielles Ballungsgebiet aus 25 Großbetrieben und einer Vielzahl von kleinen Betrieben. Ein Drittel der Firmen gehörte zur Elektroindustrie. Unmittelbarer benachbart wurden Mietshäuser für die Arbeiter und großzügiger angelegte Wohnbauten für die besser entlohnten Angestellten errichtet. Darüber hinaus wurden zahlreiche Kommunalbauten errichtet, beispielsweise Schulen, Post und Kirchen sowie eine AEG-Siedlung von Peter Behrens. In der Nachtwendezeit verließen viele Einwohner den Ortsteil.Wir sehen auf unserem Rundgang umfassende Rekonstruktionen und Umwidmungen von Industriegebäuden.
Anmeldung bei Clemens Samietz: c.samietz@gmx.de (25 Personen).
Treff: An der Tramhaltestelle Edisonstraße / Wilhelminenhofstraße, 12459 Berlin-Oberschöneweide. Tram 21 und 27 oder S-Bhf. Schöneweide mit Fußweg über die Spree oder einer Tram-Station.
Berliner Münzkabinett
Bode-Museum, 10178 Berlin, Am Kupfergraben (Eingang über die Monbijoubrücke)
Das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Ort der Berliner Geschichte. Zum einen ist die Geschichte des Münzkabinetts, das als Einrichtung auf Kontinuitäten bis zur kurfürstlichen Kunstkammer zurückblicken kann, eng mit der Berliner Stadtgeschichte verwoben. Zum anderen werden im Münzkabinett zahlreiche Münzen und Medaillen bewahrt und ausgestellt, die sehr enge Bezüge zu Berlin und seiner Geschichte aufweisen. Vgl. dazu den Aufsatz unseres Mitglieds in unserem aktuellen Mitteilungsheft: Brakteaten in den Händen der Abrafaxe.
Treff: Bode-Museum, Am Kupfergraben / Monbijoubrücke, im Foyer beim Reiterstandbild des Großen Kurfürsten unter der Großen Kuppel, 10178 Berlin-Mitte.
Kosten: Eintrittskarte für das Bode-Museum.
Anmeldung: Eine Anmeldung ist erforderlich: Dr. Manfred Uhlitz, Uhlitz@DieGeschichteBerlins.de. S- und U-Bahn Friedrichstraße.
Konrad Adenauer. Der erste Bundeskanzler
Konrad-Adenauer-Forum, 10117 Berlin, Behrenstraße 18
In der einstündigen Überblicksführung erfahren Sie, welche Grundlagen Adenauer mit seiner Politik legte, die für unsere gesamtdeutsche Gesellschaft bis heute von Bedeutung sind. Eintritt und Teilnahme an der Führung sind kostenlos.
Anmeldung bitte bei Dr. Manfred Uhlitz, Uhlitz@DieGeschichteBerlins.de.
Bei Bedarf bilden wir gleichzeitig eine zweite Gruppe mit 20 Personen.
150 Jahre Heinrich Tessenow: Fischtal
Treffpunkt: S-Bahnhof Zehlendorf (S 1), unten, Durchgang, 14165 Berlin, Teltower Damm
Auf einem schmalen Geländestreifen unmittelbar nördlich des Fischtalgrundes wurde 1928 von der Gagfah die sogenannte Versuchssiedlung „Am Fischtal“ erstellt, die musterhaft Wohnhäuser für Angehörige des Mittelstandes vorführen sollte. Unter Leitung von Heinrich Tessenow entwickelten insgesamt 16 Architekten jeweils ein oder mehrere Bauten. Sie variierten Einzelhäuser für Familien und Alleinstehende, Doppelhäuser, Einfamilienreihenhäuser und Geschoßwohnblocks - mit entsprechend unterschiedlicher Größe und Ausstattung der Wohnungen je nach Ansprüchen und Einkommen der Bewohner. Verbindlich festgelegt war dagegen die Dachkonstruktion: Alle Bauten tragen ein ziegelgedecktes Satteldach.
Treffpunkt: S-Bahnhof Zehlendorf (S 1), unten, Durchgang, mit Fahrrad!
Echte Berliner – Von der Beständigkeit in der Großstadt 1839 bis 1878
Berlin-Saal der Zentral- und Landesbibliothek, 10178 Berlin, Breite Straße 36
In der dritten Folge unserer Lesereihe „Echte Berliner“ bummeln wir vom Biedermeier durch revolutionäre Zeiten bis zur Hauptstadt des Kaiserreichs. Wir lernen die Luisenstadt und ihre alte Kirche kennen, Straßen, die eben noch Felder und Wiesen waren und neue Orte städtischen Lebens, das Diakonissenhaus Bethanien, den Luisenstädtischen Kanal und neue Kirchen. Es wird geplant, entworfen und gebaut. Wir erfahren von den Menschen, die hier lebten, Familien gründeten und heute vergessenen Berufen nachgingen. Auf diese Art und Weise wird Familien- und Stadtgeschichte ineinander verwoben.
Eintritt frei, Gäste sind willkommen!
Irgendwo in Berlin (1946)
Kreativhaus Fischerinsel, Kinosaal, 10179 Berlin, Fischerinsel 3
Regisseur und Drehbuchautor Gerhard Lamprecht inszenierte 1946 eine dramatische Geschichte, wie sie im Berlin der unmittelbaren Nachkriegszeit überall hätte passiert sein können. Alexander Darda präsentiert Ausschnitte aus diesem DEFA-Film. Die Szenen wurden in beiden Teilen der schwer zerstörten Stadt aufgenommen, an Orten, die danach vollkommen verändert wurden und daher schwer zu identifizieren waren. Bis auf wenige Ausnahmen ist es dennoch gelungen, und so können wir neben dem Film auch die Drehorte vorstellen, die die Produzenten damals wohl bewusst nicht benennen wollten, wie der Titel suggeriert. Lassen Sie sich von der Handlung und den ungewöhnlichen Stadtansichten überraschen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf einen anregenden Austausch mit Ihnen!
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stadtteilzentrum Kreativhaus Fischerinsel. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 Personen begrenzt, wir bitten um rechtzeitige Anmeldung unter Semmel@DieGeschichteBerlins.de. Anfahrt: U 2 (Märkisches Museum) mit 3 Minuten Fußweg.
