Oranienstraße 68, Tanz-Palast und Kabarett "Sevilla"
Die vorliegende Werbepostkarte präsentiert den Tanzpalast "Sevilla" als Veranstaltungsort. Der Ort wird als „Stätte des Frohsinns u. der
guten Unterhaltung“ ausgewiesen. In der oberen linken Ecke ist eine grafische Darstellung einer Frau zu sehen. Die Abbildung wird mit der Angabe "Tanz im Sevilla" kombiniert. Der Ankündigungstext verspricht „[ein] vorzügliches Tanzorchester, das oft wechselnde erstkl. Kabarett-Programm, schöne Tänzerinnen und entzückende Frauen“. Der Text wurde mit "Weidmannsheil" signiert, gezeichnet von "Heinz Knobel, gen. Onkel Heinz“. Die Karte fungiert zugleich als Eintrittskarte, wobei die vorzeigende Person freien Eintritt hat.
Ausgenommen sind die Samstage und Sonntage.
„Sevilla“ zählte zu den jüdischen Amüsierbetrieben am Moritzplatz.
Eckdaten Tanzpalast Sevilla Arthur Lefebre: Der Tanzpalast Sevilla Arthur Lefebre wurde 1929 im Handelsregister eingetragen. Der Betrieb wurde im Jahr 1933 vorläufig eingestellt.
Im Jahr 1935 erfolgte eine Wiedereröffnung als Vergnügungslokal für Juden und erlosch schließlich 1939.
- Datierung:
- 1930er Jahre (Veröffentlicht)
- Bildtyp:
- Werbekarte / Anzeige
- Größe:
- 1178x761
- Format:
- 14,8 x10,5
- Farbe:
- sw- und Farbdruck
- Fotograf: