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Allgemeine Fragen zur Geschichte Berlins

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A.Werner -Söhne 31 Jan 2026 22:17 #1482072405

  • Anonymus
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A. Werner & Söhne Awes-Münze
Albert Werner (1827-1898) gründete 1857 in Berlin eine „Prägeanstalt für Kunstmedaillen, Spezialfabrik für Orden und Ehrenzeichen“. Die Firma existierte bis zur Zerstörung durch Bomben nach 1941. Um 1907 erschien zum 50jährigen Firmenjubiläum eine 42seitige Broschüre und eine Jubiläumsmedaille. Auf der Vorderseite zeigt sie ein Bild des Firmengründers, auf der Rückseite sind die Brustbilder der Söhne Georg und A. Werner zu sehen, umrahmt von Lorbeerzweigen. Beide führten das Unternehmen im Jubiläumsjahr 1907. Im Berliner Handelsregister 1931 findet man den Eintrag: A. Werner & Söhne, Gürtlerei und Militäreffektenfabrik, 1930, Hans Werner, Alexandrinenstr. 14/15, HR 74228.
Zum Internationalen Numismatischen Kongress Berlin 1997 veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst in Verbindung mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin das Buch „Kunst und Technik der Medaille und Münze – Das Beispiel Berlin“. Wolfgang Steguweit geht auf den Seiten 191-195 auf die Awes-Münze allgemein ein, ohne die Eigentumsverhältnisse im Detail zu erwähnen.
Der Verein für die Geschichte Berlins gab 1913 zum 25jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Wilhelm II. eine Medaille heraus. Auf der Vorderseite befindet sich ein Brustbild des Monarchen, die Rückseite zeigt die Rückkehr des Kaisers von der Frühjahrparade. Der Entwurf stammt von dem Vereinsmitglied Albert Moritz Wolff. (nicht identisch mit Bildhauer Albert Wolff). Awes-Münze nahm für 7,50 Mark die Bestellungen entgegen.

Martin Mende

A.Werner -Söhne 23 Jan 2026 01:04 #1482072399

  • AWeS-FamilieNachfahren
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  • Beiträge: 1
Guten Tag,
im Rahmen meiner Recherche in unseren Familienunterlagen zur Vervollständigung von losen Enden in der Familienchronik möchte ich Unterstützung von Historikern und Interessierten.

Meine inzwischen verstorbene Großmutter wurde gemäß Familienunterlagen 1902 in der Alexandrienstr.14 geboren .. .

Wir wissen jedoch schon der Buchhalter Friedrich Kämpfer war bis zu seinem frühen Tod in der Firmenanschrift gemeldet. Dies deutet, neben noch vorhandenen Erinnerungsstücken, für uns auf eine schon zwei Generationen vorher bestehende Verbindung mit dem Unternehmen.

Denn Wilhelmine Kämpfer (geb. Finder), Witwe des Buchhalters Friedrich K. verblieb offenbar dort .. mit ihrer Erstgeborenen Tochter Louise.
Gemäß der Überlieferung in den Familien-Erzählungen und an Hand unserer Dokumente kann ich sagen, der ältere Bruder des ehemaligen AWeS Buchhalters, der Eduard Kämpfer, hat dann die Witwe seines Bruders geehelicht.
Aus dieser "Stellvertreter"Ehe , entstand als Zweitgeborene Tochter der Wilhelmine Kämpfer(geb. Finder) dann die Margarethe Kämpfer .. die als leiblichen Vater eben den Eduard Kämpfer hatte und zusammen mit ihrer älteren Schwester Luise in der Alexandrinenstr.14 gemeldet war.


Um 1900 muss sich ein Sohn des Unternehmens in die junge Margarete Kämpfer verliebt haben.
Mein Ur-Großvater August Vogelsberger und Partner von Luise Vogelsberger (geb. Kämpfer), war dann, wegen des zu der Zeit ebenfalls inzwischen verstorbenen Eduard Kämpfer, der von Margarete Kämpfer gewählte Trauzeuge auf Seite der Braut .. und der Albert Werner war als Trauzeuge für Georg Werner bei der Hochzeit seines Sohnes.
Soweit lässt es sich trotz der Zerstörung der alten Betriebsstätte bei den Bombenangriffen auf Berlin im WWII noch durch Familien-Briefe nachvollziehen.
Auch die alte Villa (von Georg Werner?) in der Herward Straße, direkt in der Nachbarschaft zur in der Berliner Historie nicht unbekannten Familie Müssigbrodt, dies ist noch in den Familienerinnerungen bekannt.

Meine Frage ist nun .. was können Interessierte und Historiker noch über die Entwicklung des Unternehmens berichten?

Da der Brief, in dem von den Planungen zur Hochzeitsfeier berichtet wurde, auf 190(1?) datieren müsste - so war zu der Zeit offenbar noch der Senior, der Albert W. aktiv und am Leben.

Was ich bisher nicht zu ergründen vermochte - wie viele Söhne steckten eigentlich hinter "..&Söhne"?
Da Georg Werners Gattin Margarete, die in unseren Familien-Erzählungen "Tante Grete Werner" genannt wird, länger lebte als Georg - hatte sie dann das Unternehmen geführt?
Sprich gibt es dazu zeithistorische Berichte in Archiven?