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Allgemeine Fragen zur Geschichte Berlins

THEMA: Vortragskünstler Fritz Lachmann

Vortragskünstler Fritz Lachmann 28 Jul 2018 15:34 #1482070458

  • R.Hillebrand
  • R.Hillebrands Avatar Autor
Thanks a lot for your contribution.
The Fritz (Friedrich) Lachmann you're referring to was indeed married to Olga Warburg and died April 25, 1938 in Switzerland. He was the son of the lawyer Dr.Edmund Lachmann (1853-1909) in Berlin.
But unfortunately it's not the person that I'm looking for.

Vortragskünstler Fritz Lachmann 18 Jul 2018 12:09 #1482070456

  • Pauline L van Till
  • Pauline L van Tills Avatar Autor
Do you know when Fritz and Olga Lachmann moved to Switzerland?

Vortragskünstler Fritz Lachmann 16 Sep 2012 17:24 #1347816250

  • R.Hillebrand
  • R.Hillebrands Avatar Autor
Gesucht werden Einzelheiten zum Lebenslauf von Fritz Lachmann, der sich in den zwanziger Jahren des 20.Jahrhunderts vor allem in Berlin einen Ruf erarbeitete; Parodien und Sketche gehörten zu seinen Glanznummern. Im Jahre 1932 hatte er Engagements u.a. in Marienburg, Königsberg und Breslau.

Durch die Wirtschaftskrisen, nach 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft und auch aufgrund seiner angegriffenen Gesundheit war er belastet.

Seine familiären Kontakte waren 1932/1933 in Berlin die -leider mir bislang nicht mit Vornamen bekannte- Mutter und die Schwester Reha (Rosa) Jaeger geb.Lachmann (*28.September 1883 in Briesen, Witwe eines Bankbeamten, in den Berliner Adressbüchern von 1919 bis 1935 mit der Anschrift Mommsenstraße 49 Gartenhaus III.Et. bzw. ab 1921 II.Et. in Charlottenburg verzeichnet, Deportation von Berlin aus, +2.März 1943 in Auschwitz), sowie in Breslau sein Bruder Hermann Lachmann, ein Kaufmann und Amateurboxer, nebst Schwägerin. Befreundet war er in Berlin u.a. mit dem Vertreter Georg Maurer, im Jahre 1933 Dahlmannstraße 9 in Charlottenburg wohnhaft. Menschlich stand ihm seine Kollegin Fräulein Tamara Leonites nahe, die im Jahre 1932 Friedrichsruher Straße 37 in Wilmersdorf -wohl zur Untermiete- lebte.

Die beiden zeitlich letzten Erwähnungen von Fritz Lachmann nach 1933 in veröffentlichten Werken betrafen Auftritte in Berlin; zum einen für den Jüdischen Kulturbund, zum anderen in den ‚Künstlerspielen Uhlandeck'. Danach verliert sich aus meiner bisherigen Sicht seine Lebensspur. Er ist nicht im „Gedenkbuch“ der von 1933 bis 1945 ermordeten deutschen Juden aufgeführt. Eine Anfrage nach ihm beim polnischen Archiv, das die Standesamtsunterlagen für Briesen (Brzezno) -Geburtsort der Schwester- verwahrt, blieb ergebnislos, und eine Nachfrage beim Deutschen Kabarettarchiv unbeantwortet.

Für alle Hinweise betreffend Fritz Lachmann und sein Umfeld wäre ich sehr dankbar.