Alexander Moissi
2.4.1879 Triest - 22.3.1935 Lugano
Grabstätte: Morcote, Tessin/Italien
Tätigkeit: Theater- und Filmschauspieler
Lebens- und Wirkungsorte: Wien, Prag, Berlin
Gedenkorte in Berlin: Moissistraße, Adlershof
Die Berliner Gedenktafel-Kommission plant, eine Gedenktafel am Haus Kantstraße 75 anzubringen, wo Moissi wohnte.
Gedenkorte außerhalb Berlins: unbekannt
Lebenslauf:
Moissi wurde 1898 von Joseph Kainz für das Theater entdeckt. Nach Engagements am Wiener Burgtheater (1898-1901) und am Neuen Deutschen Theater in Prag (1901-1903) ging er nach Berlin zu Max Reinhardt, zu dessen bevorzugten Schauspieler er bald wurde.
Reinhardt und Moissi begründeten die Salzburger Festspiele, bei denen Moissi zum ersten Mal (1920) den "Jedermann" von Hugo von Hoffmannthal (1911)spielte. Bis 1933 blieb Moissi an der Bühne Reinhardts. Zwiegespaltene Charaktere, etwa aus den Dramen William Shakespeares, Georg Büchners, Henrik Ibsens und Leo Tolstois, waren die von ihm bevorzugten Rollen, mit deren Interpretation er das Publikum weltweit begeisterte. Er gilt als der größte deutschsprachige Schauspieler der Zwischenkriegszeit. Seine Frau Maria begründete die "Schauspielschule Maria Moissi Berlin", an der auch ihr Mann Alexander unterrichtete.
Literatur:
I. Rohracher: Leben und Wirken des Schauspielers Alexander Moissi, Diss., Wien 1951
Rüdiger Schaper: "Moissi". Triest, Berlin, New York. Eine Schauspielerlegende, Berlin 2000.
Gerhild H. M. Komander 07/2003; 11/2004
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