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Verein für die Geschichte Berlins, gegr. 1865
Im Haus der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Neuer Marstall
Schloßplatz 7

D - 10178 Berlin

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Yva
Yva

26.011900 Berlin - 31.12.1944 für tot erklärt; vermutlich ermordet im Konzentrationslager Majdanek
Grabstätte: keine

Geburtsname: Else Ernestine Neuländer
Tätigkeit: Photographin
Lebens- und Wirkungsorte: Berlin

Gedenkorte in Berlin: Berlinische Galerie, Hotel Bogota
Gedenkorte außerhalb Berlins: keine

Lebenslauf:
1925 Eröffnung des ersten Photoateliers in der Friedrich-Wilhelm-Straße
Yva widmet sich der Mode-, Akt- und Sachphotographie.
1927 erscheinen ihre ersten Photographien in den Zeitschriften "Weltspiegel" und "Die schöne Frau".
Erste Einzelausstellung in der Galerie Neumann-Nierendorf, Berlin
1929 beginnt ihre Arbeit für die Zeitschriften des Ullstein-Verlags. Hier und in anderen Blättern erscheinen Porträts, Werbephotographien und Bildgeschichten: "Die Dame", "Uhu", "Querschnitt", "Das Illustrierte Blatt", "Wiener Magazin", "Moden-Spiegel", "Berliner Illustrierte Zeitung", "Münchner Illustrierte Presse".
Hans Böhm verfasst Rezensionen zu ihrer Arbeit in "Der Fotofreund".
1932 Beteilung an der 1. Biennale Internazionale d'Arte Fotografica Roma
1933 Beteilung an der Ausstellung The Modern Spirit in Photography, Royal Photographic Society of Great Britain, London, und La Beauté de la femme, 1. Internationaler Salon der Akt-Photographie, Paris
Berufsverbot als Pressephotographin aufgrund ihrer jüdischen Herkunft
1934 Heirat mit Alfred Simon, der die kaufmänische Leitung des Ateliers Yva übernimmt.
1936 Um der Zerstörung ihrer Arbeit zu entgehen, setzt Yva ihre Freundin Charlotte Weidler als Leiterin des Ateliers ein.
1936 Helmut Newton tritt als Lehrling in das Atelier ein.
1938 Yav erhält komplettes Berufsverbot und muss ihr Atelier, in dem bis zu zehn Angestellte tätig waren, aufgeben.
1938 bis 1942 Röntgenassistentin im Jüdischen Krankenhaus, Exerzierstraße (Heinz-Galinski-Straße) im Wedding
1942 Vorbereitung zur Auswanderung, Enteignung
1.6.1942 Verhaftung und Deportation in das Konzentrationslager Majdanek

Yva lebte von 1925-30 in der Friedrich-Wilhelm-Straße 17 (Klingelhöferstraße), 1930-34 in der Bleibtreustraße 17, dann Schlüterstraße 45, wo sich auch das Atelier befand (Hotel Bogota), 1938 zwangsweise Umzug in die Düsseldorfer Straße.
Die Akten ihres Ateliers sind vernichtet.

Werke:
Arbeiten von Yva finden sich in der Photographischen Sammlung der Berlinischen Galerie, mehreren Galerien und - für alle Interessierten zugänglich - in den erwähnten Zeitschriften.

Retrospektive Ausstellungen:
23.09.04 - 7.11.04 Museum im Schloss Bad Pyrmont: Berliner Modefotografie in den dreißiger Jahren

Literatur:
Ira Buran: Else Neuländer-Simon (Yva) - Leben und Werk, unveröffentlichte wissenschaftliche Hausarbeit, Berlin 1992.
Beate Soitzmüller: Yva, in: Aufbrüche. Frauengeschichte(n) aus Tiergarten 1850-1950, Berlin 1999.
Yva, Katalog Das Verborgene Museum, hg. von Marion Beckers und Elisabeth Moortgat, Berlin / Aachen / München 2001.

Literatur aus den Publikationen des Vereins für die Geschichte Berlins:
Yva. Photographien 1925-1938, Ausstellung Das Verborgene Museum 2001, Ankündigung, in: MVGB 97, 2001, S. 249 f.

Gerhild H. M. Komander 11/2004


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Fotos aus dem Forschungsprojekt Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts. Alle Persönlichkeiten waren Mitglieder unseres Vereins. Alle Fotos in der Übersicht.
J. Hertel
J. Hertel
Steinmetzmeister
geb. 1823*
Fidicin-Medaille für Verdienste um die Erforschung der Berliner Geschichte