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Allgemeine Fragen zur Geschichte Berlins

THEMA: Rocco Hacienda

Re: Schloß Brüningslinden 25 Mär 2008 14:51 #1206456692

  • Martin Mende
  • Martin Mendes Avatar Autor
Sehr geehrte Frau Wahl,
unser leider zu früh verstorbener Kurt Pomplun hat in der Berliner Morgenpost vom 7. März 1971 in der Serie "Häuser und ihre Geschichten" unter der Überschrift "Bei der Wahl der Eltern gut beraten" über Ernst Rüdiger von Brüning berichtet. Der Beitrag wurde später auch in Pompluns Buch "Großes Berlin-Buch" aufgenommen, in verschiedenen Ausgaben mehrfach erschienen.
Unter der Überschrift "Dolce vita" in Kladow hatte vorher im Telegraf vom 20. 1. 1963 Felix Havenstein auch das Thema behandelt.
Mit freundlichen Grüßen

Martin Mende

Re: Schloß Brüningslinden 25 Mär 2008 12:21 #1206447700

  • Amelie Wahl
  • Amelie Wahls Avatar Autor
Sehr geehrter Herr Mende,
auf der Suche nach Informationen zum Leben der Familie Brüning habe ich sehr begeistert Ihren Artikel gelesen. Könnten Sie mir mitteilen, woher Sie diese detaillreichen Informationen über Ernst Rüdiger von Brüning haben?
Mit freundlichen Grüßen
Amelie Wahl

Re: Schloß Brüningslinden 23 Okt 2007 19:46 #1193168807

  • Irene Gruban
  • Irene Grubans Avatar Autor
Liebe Frau Naeckel,
Brüningslinden war bis 1972 im Besitz der Fa. Max Gruban-F.C.Souchay und wurde dann abgerissen. Mein Urgroßvater hat das Schloss damals gekauft und als Gastronomie/Hotel betrieben. Ich war oft als Kind in der Schloßküche, um mir Eis zu besorgen! Meine Großmutter bewohnte im Sommer das Haus nebenan. Der Löwenbrunnen steht als Spende der Berliner Bank wirklich im Hof des Rathauses Wilmersdorf.
Mit freundlichem Gruß
Irene Gruban

Re: Schloß Brüningslinden 05 Sep 2007 13:01 #1188997317

  • Weyers
  • Weyerss Avatar Autor
Hallo, Fr.Naeckel !
Mein Freund hat von seiner Tante originale Eßzimmermöbel aus dem Schloß geerbt. Sind Sie an dem Erwerb dieser Möbel interessiert.Diese stehen zur Zeit noch in Lübeck und sind recht günstig zuerwerben.
Sie könnten sich unter Tel.-Nr.0163/6072526 kurzfristig mit mir in Verbindung setzen.
MfG
K.Weyers

Re: Schloß Brüningslinden 05 Jan 2006 07:49 #1136447394

  • Regine Naeckel
  • Regine Naeckels Avatar Autor
Sehr geehrter Herr Mende,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort und die Informationen.

Freundliche Grüße nach Berlin

Regine Naeckel

Re: Schloß Brüningslinden 04 Jan 2006 16:10 #1136391050

  • Martin Mende
  • Martin Mendes Avatar Autor
Sehr geehrte Frau Naeckel,
nach meinen Unterlagen war Rüdiger von Brüning der Erbauer, ein Sohn von Dr. Adolf Brüning, Mitbegründer der Farbwerke Hoechst. 1883 bekam er den erblichen Adel. Sein Sohn Ernst Rütger war 1875 noch bürgerlich geboren worden, studierte Jura, beschloß aber als Referendar die Offizierslaufbahn einzuschlagen. Er fühlte sich zum Adel hingezogen und wählte deshalb das brandenburgische Husarenregiment Nr. 3 von Zieten in Rathenow aus. Dessen Offiziere gehörten ausschließlich dem Adel an. Als Oberleutnant von Brüning war er in den Botschaften in Tokio und Washington tätig, bevor er sich 1911/1912 das prunkvolle Haus in Kladow erbaute. Die Architekten waren Georg Siewert und für den Innenausbau Fritz Greppert.
Nach seinem Tode erwarb 1935 Max Suchan, Chef der Weinhandlung Gruban und Souchay, das Haus. 1967 wurde auf dem Gelände ein Märchenwald eingerichtet durch die Märchenwald GmbH als Pächter, der Restaurantbetrieb entwickelte sich jedoch defizitär. Max Gruban stellte deshalb 1972 einen Antrag auf Abriß des Gebäudes, weil die Renovierung 300.000 DM erforderte und immer weniger Gäste das Haus aufsuchten. Auf eine Anfrage erklärte der damalige Bausenator Schwedler, bauhistorisch und künstlerisch habe Schloß Brüningslinden eine nicht so überragende Bedeutung, um es gegen den Willen des Besitzers zu erhalten.
Das Haus vom Schwamm befallene Haus wurde Ende 1972 abgerissen, das Grundstück anschließend von der Gagfah für die Errichtung von Eigenheimen erworben. Mit dem Bau von Eigenheimen wurde allerdings erst 1977 begonnen.
Mit freundlichen Grüßen

Martin Mende