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Verein für die Geschichte Berlins, gegr. 1865
Im Haus der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Neuer Marstall
Schloßplatz 7

D - 10178 Berlin

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Holmsten, Georg

Georg Holmsten

Der am 4. August 1913 in Riga geborene Georg Holmsten war mit Leib und Seele Schriftsteller und Journalist. Seine Vita ist auf das Engste mit Berlin und seiner Geschichte verbunden. Die Eltern verstarben früh und er kam als Waise 1922 nach Berlin. Nach dem Abitur 1933 begann er ein Studium der Literaturwissenschaft und der Geschichte an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Die zunehmende Politisierung der Universität veranlasste ihn 1935 zur Aufgabe und er startete eine journalistische Tätigkeit bei der amerikanischen Agentur United Press. Nach Kriegsbeginn wechselte er zur Auslandsredaktion des Deutschen Nachrichtenbüros. Ab Februar 1943 arbeitete er zwei Jahre als Informationsoffizier im von Admiral Canaris geleiteten Amt Ausland/Abwehr. Hier wurde er von Männern des Widerstandes angesprochen, die ihn als zukünftigen Leiter des Deutschen Nachrichtenbüros vorgesehen hatten. Holmsten war am 20. Juli 1944 in der Bendlerstraße und gilt als einer der wenigen Überlebenden der Akteure des 20. Juli. In seinem Buch „Brückenkopf" hat er seine furchtbaren Erlebnisse als Sanitäter an der Oderfront im März 1945 festgehalten.

Mit den in einer hohen Auflage 1946 erschienenen „Berliner Miniaturen" begann seine schriftstellerische Karriere. Es folgten mehr als 30 historisch-biografische Romane, zeitgeschichtliche Darstellungen, Biografien bedeutender Persönlichkeiten und historische Abhandlungen. Wir verdanken ihm sechs Berliner Bezirks-Baedeker und das 1984 erstmals herausgegebene Buch „Die Berlin-Chronik". Diese umfangreiche erste Geschichte Berlins in Form einer kalendarischen Übersicht wurde bis heute mehrfach aufgelegt und weist ihn als excellenten Kenner der Berliner Geschichte aus.

Für sein Lebenswerk erhielt er 1981 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

Georg Holmsten war seit 1952 mit der gebürtigen Baltin Aldona Gustas verheiratet. Die seit 1945 in Berlin lebende Lyrikerin und Malerin gründete 1972 die bekannte Gruppe „Berliner Malerpoeten", die mit Namen wie Grass, Mühlenhaupt, Schnell und Schnurre verbunden ist.

Der Schriftsteller trat 1970 dem Verein für die Geschichte Berlins bei und hielt ihm über vier Jahrzehnte die Treue. Am 21. Juli 2010 ist Georg Holmsten in Berlin gestorben.

Martin Mende

Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins 4/2010



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Die Charité – mehr als nur ein Krankenhaus

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25. Mai 2012, 14:00 Uhr
Der Nachlass Ernst Reuters im Landesarchiv Berlin

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06. Juni 2012, 19:00 Uhr
Die Zunahme des Güterverkehrs

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09. Juni 2012, 14:30 Uhr
Das Berliner Diplomatenviertel

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10. Juni 2012, 14:00 Uhr
Steine im Olympiastadion


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Fotos aus dem Forschungsprojekt Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts. Alle Persönlichkeiten waren Mitglieder unseres Vereins. Alle Fotos in der Übersicht.
Jacob Alberty
Jacob Alberty
Hof-Holzbildhauer
1811* bis 1870†
Fidicin-Medaille für Verdienste um die Erforschung der Berliner Geschichte