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Verein für die Geschichte Berlins, gegr. 1865
Im Haus der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
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D - 10178 Berlin

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Iffland
August Wilhelm Iffland

19.04.1759 Hannover - 22.09.1814 Berlin
Grabstätte: Kirchhof Jerusalemer und Neue Kirche I, II und III

Tätigkeit: Schauspieler, Regisseur, Intendant
Lebens- und Wirkungsorte: Hannover, Gotha, Mannheim, Berlin

Gedenkorte in Berlin:
Gedenkorte außerhalb Berlins:

Lebenslauf:
1777 erstes Engagement in Gotha bei Konrad Ekhof
1779 bei Dahlberg am Mannheimer Nationaltheater
1782 Franz Moor in der Uraufführung von Schillers "Die Räuber"
1796 Im Oktober gibt Iffland ein zweimonatiges Gastspiel in Berlin und vor den königlichen Hof in Potsdam.
1796 Am 14. November Berufung zum Direktor des Nationaltheaters zu Berlin
1799 Aufführung von Friedrich Schillers "Wallenstein" und William Shakespeares "Hamlet"
1801 Aufführung von Schillers "Maria Stuart", "Die Jungfrau von Orléans" und Goethes "Egmont"
1803 Aufführung von Johann Wolfgang Goethes "Iphigenie", "Die natürliche Tochter", Schillers "Braut von Messina" und "Wilhelm Tell"
1811 Ernennung zum Direktor der Schauspiele und zugleich der Kapelle und der Musik, der Ballets und aller hierzu gehörigen Gegenstände

Iffland führte Regie und spielte zugleich, oft die Hauptrollen. Wichtig waren ihm die Werke William Shakespeares - in der Übertragung August Wilhelm Schlegels - und die zeitgenössischen deutschsprachigen Dramatiker. Zur Wirtschaftlichkeit trugen die Aufführungen volkstümlicher Stücke, von August von Kotzebue, anderen und Iffland selbt, bei. In 519 trat der erste große Schauspieler Berlins und der erste Intendant des Nationaltheaters auf.
Sein größtes Vermächtnis mag es gewesen sein, für eine würdige Nachfolge zu sorgen. Er bereitete wenige Tage vor seinem Tod alles vor, "um seinem Theater eine neue Mitte, den königlichen Schauspieler, zu sichern." (Mühr). Es gelang ihm, die Verpflichtung Ludwig Devrients und seiner Frau an das Schauspielhaus nach Berlin durchzusetzen.

Literatur:
Alfred Mühr: Rund um den Gendarmenmarkt. Von Iffland bis Gründgens, Oldenburg und Hamburg 1965.

Literatur aus den Publikationen des Vereins für die Geschichte Berlins:
Heinrich Stümcke und Johanna Zunk: August Wilhelm Iffland und das Berliner Hof- und Nationaltheater, in: MVGB 26, 1909, 11, S. 230-32.
Ludwig Geiger: Aus der Zeit von Ifflands Berliner Theaterleitung, in: SVGB, Heft 50, 1917, S. 105-15.
Harald Zielske: Nationaltheater contra Hoftheater. Zu August Wilhelm Ifflands Direktionstätigkeit am Königlichen Nationaltheater in Berlin (1796-1814), in: MVGB 92, 1996, 4, S. 117-128.

Gerhild H. M. Komander 12/2004


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Fotos aus dem Forschungsprojekt Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts. Alle Persönlichkeiten waren Mitglieder unseres Vereins. Alle Fotos in der Übersicht.
J. Hertel
J. Hertel
Steinmetzmeister
geb. 1823*
Fidicin-Medaille für Verdienste um die Erforschung der Berliner Geschichte