| Fritsch, Karl Emil Otto |
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Karl Emil Otto Fritsch 29.1. 1838 Ratibor/Schlesien - 31. 8. 1915 Berlin Tätigkeit: Architekt, Mitbegründer und Herausgeber der Deutschen Bauzeitung von 1867 bis 1900
Lebenslauf: Anna trug sich seit 1895 mit dem Gedanken einer Scheidung, starb aber bereits 1897 an Darmkrebs. Fritsch verlegte seinen Wohnsitz in die Elsholtzstraße und verlobte sich Anfang 1898 mit Fontanes einziger Tochter Martha. Fontane begrüßte die geplante Ehe des sechzigjährigen Witwers mit seiner fast vierzigjährigen Tochter, nicht zuletzt, weil mit der Verbindung gesellschaftliches Ansehen und materieller Wohlstand gesichert schien und er die geistige Souveränität von Fritsch schätzte. Die Eheschließung erfolgte 1899, Fontane war da bereits verstorben. Das Ehepaar Fritsch erwarb die Villa Meta in Waren/Müritz. Fritsch gab 1900 seine Tätigkeit für die Deutsche Bauzeitung auf. Anlässlich seines 70. Geburtstages ernannte ihn die Technische Hochschule Dresden 1908 zum Dr. h. c. und der Architektenverein zu Berlin zum Ehrenmitglied. Karl Emil Otto Fritsch starb in Berlin 1915. Seine Ehefrau folgte ihm nach anderthalb Jahren mit 57 Jahren am 10. 1. 1917 in Waren. Ein Nachruf mit Bild findet man in der Deutschen Bauzeitung Nr. 71 vom 4. September 1915. Die Briefe Theodor Fontanes an K.E.O. Fritsch und Anna Fritsch-Köhne wurden von der Schweizer Germanistin Regina Dieterle 2006 herausgegeben. Weitere bisher unveröffentlichte Briefe hat sie mit einer umfangreichen Kommentierung in den Fontane Blättern 89/2010 zugänglich gemacht.
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