| Blankenstein |
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Hermann Blankenstein 10.01.1829 Grafenbrück (Kreis Niederbarnim) - 06.03.1910 Berlin Grabstätte: Friedhof der Jerusalems- und Neue Kirche I Geburtsname: Hermann Wilhelm Albert Tätigkeit: Architekt, Stadtbaurat, Politiker Lebens- und Wirkungsorte: Grafenbrück, Berlin Gedenkorte in Berlin: Gedenktafel Prenzlauer Allee 75 Lebenslauf: 1849-51 Studium an der Bauakademie 1856 Abschluss des Studiums als Landbaumeister, 1862 als Wasser-, Wege- und Eisenbahnbaumeister 1865 Berufung in die Baukommission 1866-72 zugleich Lehrer an der Bauakademie 1872-96 Stadtbaurat seit 1876 Mitglied der städtischen Baudeputation 18.6.1896 Wahl zum Stadtältesten und Pensionierung Hermann Blankenstein hinterließ ein fast nicht zu überschauendes Werk an funktionalen öffentlichen und kirchlichen Bauten, deren Fassaden und Innenräume er in der Nachfolge der Schinkel-Schule in Backstein ausführte. Abwechslungsreiche Gestaltung mit roten und gelben Klinkern sowie einem aufwendigen Ornament in teilweise farbigen Ziegelformsteinen sind das Markenzeichen fast aller seiner Bauten. Schriften: 1883 Mit C. Ideler: Die Städtische Irrenanstalt zu Dalldorf. Geschichte und Verwaltung des Städtischen Irrenwesens, Beschreibung der neu erbauten Irren-Anstalt zu Dalldorf. 1885 Der Zentral-Vieh-und Schlachthof zu Berlin: seine baulichen Anlagen und Betriebs-Einrichtungen, dargestellt von Hermann Blankenstein und A. Lindemann. 1886 Zu welchem Zwecke studiren wir die griechische Baukunst. Fetsrede zum Schinkel-Feste des Architekten-Vereins zu Berlin, am 13. März 1886 gehalten. 1889 Über die Ergebnisse der Wettbewerbung zum National-Denkmal für Kaiser Wilhelm I., Vortrag, gehalten im Architekten-Verein zu Berlin am 14. October 1889. Werke (Auswahl): 1855 Entwurf für die Kirche St. Anna (Mitte), ausgeführt von Herbig 1871-74 Zwölf-Apostel-Kirche 1876-78 Restaurierung der Nikolaikirche: Blankenstein lässt dem Turmbau der Kirche ein weiteres Feldsteingeschoss und die neogotischen Turmhelme aufsetzen. Im Innern wird weitgehend der gotische Zustand wieder hergestellt. 1877-79 Städtische Irrenanstalt Dalldorf / Karl-Bonhoeffer-Klinik 1886 Geschäftshaus der Markthalle III, Zimmerstraße 1886-88 Markthalle VI, Ackerstraße 1886-87 Städtisches Obdach, Fröbelstraße 1886-89 Städtisches Hospital und Siechenhaus, Fröbelstraße 1887-90 Krankenhaus Am Urban, mit Frobenius 1889-93 Heilanstalt Herzberge für Neurologie und Psychatrie / ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge 1890-91 Markthalle X, Arminiusstraße 1890-93 Heil- und Pflegeanstalt für Epileptiker im Wuhlgarten / Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus 1892-95 Erweiterung des Ephraim-Palais um drei Achsen am Mühlendamm und zwölf an der Spree Von den mehr als 120 Schulen seien genannt: 1864-66 32. Gemeindeschule, Pankstraße (Heimatmuseum Wedding) 1873/74 Friedrich-Real-Gymnasium, Albrechtstraße 1884-86 Gemeindeschule für Knaben, Prenzlauer Allee 1885-86 132. und 142. Gemeindeschule, Demminer Straße 1887-89 Schulwohnhaus der 26. und 179. Gemeindeschule, Albrechtstraße 1894/95 199. und 205. Gemeindeschule / Ulrike-von Levetzow-Oberschule Literatur: Gerhild H. M. Komander 11/2004 |