| Blücher, Gebhardt Leberecht |
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Gebhardt Leberecht Blücher Fürst von Wahlstadt 16.12.1742 Rostock - 12.09.1819 Krieblowitz/Schlesien Grabstätte: ursprünglich Krieblowitz, 26.08.1853 Umbettung in ein Mausoleum an der Katzbach Tätigkeit: Soldat, Generalfeldmarschall Lebens- und Wirkungsorte: Rostock, Schlesien, Berlin, Westfalen, Pommern, Kriegsschauplätze Gedenkorte in Berlin: Standbild Opernplatz Gedenkorte außerhalb Berlins: Standbild Rostock; Grab der Eltern, Petrikirche Rostock; Sammlung Hans Eisold, Kulturhistorisches Museum und Stadtarchiv der Hansestadt Rostock; Völkerschlacht Denkmal Leipzig und Forum 1813 (Stadtmuseum Leipzig); Blüchermuseum Kaub; Heimatstube Ratekau/Schleswig-Holstein; Lebenslauf: Geboren in der Altbettelmönchstraße 23 (1864 Blücherstraße, 1947 Rungestraße; 1942 zerstört) 1757 Eintritt in den schwedischen Militärdienst während des Siebenjährigen Krieges 1760 Gefangennahme am Kavelpaß bei Friedland und Übertritt in preußische Dienste 1770 beteiligt an der Besetzung Polens 1773 Ausscheiden aus dem Militärdienst. - Heirat mit Karoline Amalie von Mehling (+ 1790) in Pottlitz/Polen 1780 Erwerb des Gutes Groß-Raddow/Hinterpommern 1787 Wiedereintritt in den preußischen Militärdienst als Major 1789 Verleihung des Ordens Pour le Merite. - Umzug nach Rummelsburg 1794 Verleihung des Roten Adlerordens 1795 Heirat mit Katharina Amalie von Colomb in Aurich 1803 Gouverneur von Münster 1806 Jena und Auerstedt 1807 Verleihung des Schwarzen Adlerordens; - Befehlshaber in Schwedisch-Vorpommern, dann Gouverneur in Pommern und in der Neumark (bis 1811) 1808 Übersiedlung nach Stargard 1809 General der Kavallerie 1812 Übernahme des Gutes Kunzendorf/Schlesien 1813 Oberkommandeur der Schlesischen Armee, Oberbefehlshaber der preußisch-russischen Armee: Völkerschlacht bei Leipzig, an deren Sieg für Russen und Preußen Blücher maßgeblich beteiligt ist. Die Russen nennen ihn "General Vorwärts". Am 21.10. Ernennung zum Generalfeldmarschall. 1814 Die maßgebliche Beteiligung an der Kapitulation von Paris (31. März) und der Abdankung Napoleons (11. April) bringen ihm den Titel "Fürst Blücher zu Wahlstadt" ein. Erwerb des Gutes Krieblowitz/Schlesien. 1815 Rückkehr Napoleons: Blücher erhält den Oberbefehl der preußischen Armee. Am 18. Juni findet die siegreiche Schlacht bei Belle-Alliance / Waterloo statt. 1817 Mitglied des Preußischen Staatsrates Blücher gilt als der volkstümlichste Offizier der Befreiungskriege und gehört zu den wenigen Persönlichkeiten der Geschichte, denen zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt wurde: Das Standbild in Rostock wurde am 26. August 1819 eingweiht. Werke: Briefe, vervollständigte Sammlung des Generals E. von Colomb, Stuttgart 1913. Kampagne-Journal der Jahre 1793 und 1794, hg. von Emil Knorr, Hamburg 1866. Denkschrift: Gedanken zur Formierung einer preußischen Nationalarmee, 1805. Literatur: Tom Crepon: Gebhardt Leberecht von Blücher. Sein Leben, seine Kämpfe, Rostock 1999. Karl August Varnhagen von Ense: Preußische biographische Denkmale. 2. Das Leben des Fürsten Blücher von Wahlstadt, Berlin 1926. Völkerschlacht. Stadtmuseum Leipzig und Forum 1813, hg. von Volker Rodekamp, Leipzig 1999. Mark Atkin: The Waterloo Companion. The complete guide to history's most famous landbattle, London 2001. Gerhild H. M. Komander 07/2004 |