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Verein für die Geschichte Berlins, gegr. 1865
Im Haus der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
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Berlinisches Stadtbuch
Das Berlinische Stadtbuch
Die älteste Gesetzes- und Urkundensammlung von Berlin mit Quellentexten aus den Jahren von 1272 bis 1489.

Am 10geschichteberlins/berlinabc/stichworteag/11. August 1380 vernichtete ein Stadtbrand den großen Teil des Stadtarchivs, darunter vielleicht auch die Gründungsurkunde. Deshalb beschloss der Rat alle wesentlichen Belange der städtischen Verwaltung und Gerichtsbarkeit in einer Gesetzes- und Urkundensammlung neu verfassen zu lassen. In den Jahren 1391 bis 1398 wurden diese Texte zusammengestellt.

Das Originalbuch enthält 168 Quartblätter. Die ersten vier Bücher wurden auf 128 Pergamentblättern geschrieben, die übrigen 35 1398 auf Papierblättern hinzugefügt.

Das Berlinische Stadtbuch enthält:
Fünf nicht foliierte Blätter mit den Eidesformeln der Ratsmannen, Schöffen, Schulzen, Gildemeister, Stadtdiener und Büttel sowie das Register;
im I. Buch die regelmäßigen Einnahmen der Stadt, außerordentliche Einnahmen aus verschiedenen Gefällen und aus Strafen, die Einkünfte städtischer Beamter sowie die Bestimmungen über die gemeinsame Verwaltung von Berlin und Cölln;
im II. Buch die Privilegien der Stadt;
im III. Buch das Schöffenrecht: von Schuldforderungen, Erbrecht, von der handhaften Tat, Frauenrecht und Judenrecht, Nachtrag;
im IV. Buch die Übertretungen;
im V. Buch die Renten- und Schuldverschreibungen des Rates zu Berlin;
im VI. Buch das Verzeichnis der Verpfändungen zinspflichtiger Grundstücke durch die Bürger;
im VII. Buch das Verzeichnis der Erwerber des Bürgerrechts.
Die Bücher V bis VII wurden jedoch nicht fortgesetzt und enthalten Vermerke anderer Art.

Das Berlinische Stadtbuch befand sich bis 1728 im Besitz des Magistrats. Dann wurde es nach einer Ausleihe nicht zurückgegeben und blieb verschollen. 1812 ersteigerte die Bremer Stadtbibliothek das Buch. 1836 wurde es durch den Bremer Senat an die Stadt Berlin geschenkt und befindet sich seitdem im Stadtarchiv / Landesarchiv Berlin.
Der Stadtarchivar Ernst Fidicin gab das Berlinische Stadtbuch 1837 als ersten Teil der historisch-diplomatischen Beiträge zur Geschichte der Stadt Berlin heraus. Ein Neudruck erschien 1990 in Berlin.

Literatur aus den Publikationen des Vereins für die Geschichte Berlins:
Vermischte Schriften im Anschlusse an die Berlinische Chronik und an das Urkundenbuch, hg. vom Verein für die Geschichte Berlins, 1. Bd.

Gerhild H. M. Komander 8/2004


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Fotos aus dem Forschungsprojekt Berliner Fotografenateliers des 19. Jahrhunderts. Alle Persönlichkeiten waren Mitglieder unseres Vereins. Alle Fotos in der Übersicht.
Julius Alexander
Julius Alexander
Bankier, Dorotheenstr. 8
geb. 1836*
Fidicin-Medaille für Verdienste um die Erforschung der Berliner Geschichte